Nachhilfestunde in Lebensführung

Altersarmut ist ja immer wieder in den politischen Debatten ein Thema. Meine Rente ist auch nicht sehr üppig. Lange habe ich mich zurückgehalten und sehr sparsam gelebt. Aber eigentlich habe ich mein ganzes Leben gearbeitet, um das Leben jetzt etwas genießen zu können. Leider führt kein Weg drum herum, so habe ich mich entschlossen Nachhilfe zu geben. Das macht mir Spaß, ich kann einem Schüler helfen, dass sich sein Noten verbessern, und zudem profitiert er von meinem großen Erfahrungsschatz. Zurzeit habe zwei Schüler zwischen 14 und 16 Jahren.

Damals war das ein stattliches Alter. Mit 16 Jahren übte man schon einen Beruf aus. Heute scheinen mir die Jugendlichen völlig desorientiert. Die beiden Jungen, ich nenne sie mal Philip und Peter, wissen nicht, was sie mal werden wollen. Wissen auch nicht, was sie interessiert, eigentlich wissen sie nicht einmal, wer sie sind. Den ganzen Tag, machen sie das, was ihnen gesagt wird und in ihrer Freizeit zocken sie Computer oder lenken sich im Internet ab. Das Leben scheint mir bei ihnen eine einzige Flucht zu sein: Flucht vor Verantwortung, Flucht vor sich selbst.

Natürlich versuche ich, ihnen zu helfen. Aber das Problem scheint mehr als nur bei ihnen persönlich verankert zu sein. Es ist wie ein gesellschaftliches Krankheit, vielleicht die Krankheit des Überangebots der Möglichkeit. Statt sich dem enormen Druck auszusetzen, die richtige Entscheidung für das Leben zu treffen, wird gar keine Entscheidung getroffen. Doch in Wirklichkeit ist doch die Auswahl gar nicht so groß. Vielleicht vermitteln TV und Presse das, aber eigentlich sind unsere Stärken begrenzt, das, wofür wir brennen, ist sehr speziell.

Den beiden Jungen versuche ich beizubringen, auf ihre eigene Stimme im Herzen zu hören. Dort erfahren sie, was wirklich gut für sie ist.

 
Heute Abend

Nein, nein... in diesem Jahr will es bei einfach nicht klappen. Ich kann mich auf Weihachten einfach noch nicht einstimmen. Egal, wie viele bunte Lichter in der Stadt schon brennen und wie voll und verlockend die vielen Weihnachtsmärkte in diesem Jahr sind... ich kann mich auf Weihnachten einfach nicht einstimmen. 

Ich denke, es liegt ganz einfach daran, dass ich viel zu beschäftigt bin. Ich arbeite gerade ziemlich viel. Auch meinen Eltern musste ich mal wieder einen Besuch abstatten... und da vergeht die Zeit eben wie im Flug. Und ich denke, dass ich mich auf Weihnachten aus diesem Grund auch nicht einstimmen kann. Denn dazu sollte man erstmal zur Ruhe kommen. Und ich komme ja kaum dazu, mal meine Wohnung aufzuräumen. Von Schmücken oder so kann da überhaupt nicht die Rede sein. Echt nicht!!! 

Aber soll ich euch mal was sagen? Ich werde noch heute Abend mit meinen Kollegen ausgehen. Wir haben vor, einen kleinen Bummel auf dem Potsdamer Platz zu machen. Vielleicht essen wir was Gegrilltes, Paar Champignons und Zwiebeln aus der Pfanne... und als Nachtisch gebrannte Mandeln oder Schokofrüchte... Und dazu trinken wir ganz viel Grlühwein. Ich denke, dann komme ich eher in Weihnachtsstimmung. Vielleicht kaufe ich mir heute Abend sogar ein bischen Deko für meine Wohnung. Wenn ich dann alles geschmückt habe, wer weiß- dann kommt vielleicht auch etwas Weihnachtstimmung auf.

Und ja, an Geschenke für meine Eltern muss ich auch denken. Und auch für die Mia möchte ich was kaufen. Vielleicht Schmuck oder so. Hoffentlich finde ich schon heute Abend was :)

 
Alle Vögel sind schon da...
Seit ich endlich meine beiden Kanarienvögel habe, freue ich mich jeden Abend nach Hause zu kommen. Erst jetzt ist mir aufgefallen, wie deprimierend es früher immer war. Die Tage waren lang und die Arbeit unerfüllend. Man arbeitet für ein wenig Freizeit und selbst da kann man sich kaum etwas leisten. Ueberall muss man sparen und die Frau des Lebens lässt auch auf sich warten. Da bringen so zwei aufgeweckte Vöglein schon Leben in die Bude. Der eine ist ganz weiss und ein Männchen, der andere ist blau und ein Weibchen. Die leben mir so richtig vor, was es heißt eine Ehe zu führen. Die beiden Turteltauben haben mich irgendwie so sehr inspiriert, dass ich auch mal wieder Lust hatte, in eine Kneipe zu gehen, um jemanden kennenzulernen. Aber getraut habe ich es mich dann doch nicht. Man bräuchte einen neuen Haarschnitt, die Klamotten sind aus der Mode und Sport könnte man auch mal wieder machen. Da bleibt man dann halt auf der Couch liegen und schaut sich im Fernseher an, was man im wahren Leben so alles verpasst. Ich habe auch überlegt, ob ich mich nicht bei Second-Life anmelden sollte. Der Vorteil, man kann mit vielen Menschen aus aller Welt kommunizieren, muss aber gar nicht das Haus verlassen. Ob man dick ist oder dünn, spielt auch keine Rolle, da man sich seinen eigenen Avatar bauen kann, ganz nach eigenem Geschmack und sogar mit Fantasyelementen. Da hat man auch viel weniger Hemmungen jemanden anzusprechen. Man kann tanzen gehen oder einfach nur in einer Bar sein Bier trinken. Das ist zwar alles virtuell, dafür aber viel gemütlicher.
 
Kanarienvogel oder nicht?
Ich wohne ja nun jetzt schon seit einer ganzen Weile als Jungeselle alleine und das ist ja auf Dauer wirklich nicht schön. Mit den Frauen klappt es ja auch nicht gerade. Ich bin sicher, dass sich nochmal irgendwas ergeben wird, aber solange wie ich darauf warte, wäre es doch schön, wenn man etwas Gesellschaft hätte. Ich überlege also, mir einen Kanarienvogel zuzulegen. Ich hatte schonmal als Kind einen Kanarienvogel und habe es immer sehr genossen, wenn ich nach Hause kam und er fröhlich gezwitschert hat. Da hat man gleich ein anderes Gefühl, als wenn man einfach nach der Arbeit reinkommt und alles ist still. Da hilft dann nur noch der Fernseher. Aber das ist ja alles so künstlich. Ein Kanarienvogel ist ein echter, lebendiger Kamerad. Allerdings habe ich es als Kind immer gehasst, den Vogelkäfig sauber zu machen.

Außerdem ist man mit einem Haustier natürlich in gewisser Weise auch eingeschränkter. Man kann dann nicht einfach mal für ein paar Tage verreisen, weil man den Vogel ja füttern muss. Daher kann ich mich noch nicht so recht entscheiden. Zur Not würde meine Tante auf den Vogel aufpassen, sobald sich mal eine Reise ankündigt. Kanarienvögel werden allerdings auch nicht besonders alt. Es war für mich als Kind tragisch, als mir mein Vogel nach den Sommerferien einfach gestorben ist. man darf also auch nicht unterschätzen, was für einen Effekt so etwas auf einen haben kann. Ich denke jedoch, dass mir etwas Leben in der Bude einfach gut tun wird. Vielleicht sollte ich mir aber auch zwei Vögel kaufen. Ich habe nämlich gelesen, dass das besser für sie sei.
 
Wie die Zeit vergeht

Hallo,

es ist jetzt eine ganze Weile her, seit dem ich mich das letzte Mal bei Euch gemeldet habe. Aber ich bin mir sicher, dass es mir keiner übel nimmt. Ich war viel mit meiner Arbeit beschäftigt, auch viel unterwegs und so. Ich habe zum Beispiel meine Eltern mal wieder besucht, habe in meiner Wohnung hier und da was verändert... und die Zeit vergeht echt wie im Flug, oder nicht? Zumindest mir geht es so im Moment. Eh ich mich versehe ist ein Monat um, und dann der nächste und der nächste und der nächste...

Gut, dass man auch in der Stadt was unternehmen kann. Es gibt immer eine tolle Premiere oder eine neue Ausstellung, wo man hingehen kann. Ich habe mir seit ein Paar Tagen vorgenommen, in eine neue Ausstellung zu gehen, die gerade im Bodemuseum zu sehen ist. Gesichter der Renaissance heißt sie. Soll der Hammer sein. Es geht dabei um Portraitkunst der italienischen Renaissance. Berichte darüber waren schon in den Nachrichten, in der Zeitung, alleine beim hiesigen TV Sender RBB war schon unendlich viele Male die Rede davon. Und meistens ist es doch so, man guckt sich was darüber an, schaut bis wann die Ausstellung geht, sagt sich, ach, da ist noch reichlich Zeit und dann verschiebt man das immer wieder. Am Ende geht man gar nicht mehr rein. Oder schafft es gerade am letzten Tag, wo es eh rappelvoll ist. Dann muss man unendlich lange anstehen und sieht mehr Besucher als Bilder. Diesmal will ich es nicht so machen, ich werde bei der erst besten Gelegenheit da reingehen. Das heißt, wenn ich mal Zeit am Wochenende habe und das Wetter nicht so schön ist. Schließlich geht sie noch bis November. Dann werde ich euch berichten, wie mir die Gesichter der Renaissance gefallen haben.

Bis dann!

 
Moabit, Baklava... und meine süße Nachbarin Mia

Ich habe Euch von meinem netten Abend mit meiner Nachbarin Mia in Moabit schon erzählt. Nun, die arabische Küche hat mich so sehr fasziniert, dass ich schon bald nach meinem Abend mit der Mia wieder dahin fahren musste. Ich war dann wieder beim gleichen Araber und hab mir ein Schawarma mit Hähnchen geholt. Wieder mit ganz viel Sesamsoße! Aber ich habe natürlich auch was anderes probiert. Ich hatte ein Falafel und ein Humusteller. Es hat sooo gut geschmeckt! Ich habe – ohne es zu merken – mir den Bauch voll geschlagen. Ich konnte einfach nicht aufhören zu essen! Dann war ich wieder in der gleicher orientalischen Konditorei, die mir die Mia gezeigt hatte. Und habe mir reichlich von dieser orientalischen Süßspeise bestellt. Das wird glaube ich aus vielen dünnen Teigblättern gemacht, mit vielen Nüssen... und mit Zuckersirup. Eigentlich ist es sehr kalorienreich, aber ich es esse es ja nicht jeden Tag ;) Auf jeden Fall habe ich mir Baklava bestellt. Aber zum Mitnehmen. Denn ich war schon pappsatt. Die Gelegenheit habe ich dann gleich genutzt und Mia Paar Stück davon abgegeben, wo ich wieder zu Hause war. Sie hat sich riesig gefreut! Ich weiß nicht, wie sie es schafft! Sie hat eine Hammerfigur! Und verputzt trotzdem Unmengen von Essen! Wie schafft sie das bloß? Ich habe von ihr dann wieder was Neues gelernt. Zu Baklava schmeckt Sekt sehr gut. Aber – laut Mia - es MUSS Sekt Rose sein. Sonst sei es nicht das Gleiche! Tatsächlich hat es mir sehr gut geschmeckt! Die Mia hat einen kleinen Balkon, wo wir dann alles verspeist haben. Es war ein sehr netter Abend :) Dann aber hat eine Freundin von ihr angerufen und ich bin gegangen. Ich werde sie aber bestimmt bald wieder mit Baklava oder was anderem überraschen :) Denn langsam entwickle ich mehr Interesse an dem süßen Mädel :)

 
Die vielen Gesichter von Berlin

Ich bin jetzt seit knappen acht Monaten in Berlin und hab mich schon ganz gut eingelebt. Ich kann noch nicht sagen, dass ich Berlin sehr gut kenne. Aber ich kenne zumindest langsam auch ein Paar andere Bezirke und nicht nur Berlin Mitte. Nicht, dass es an Berlin Mitte etwas auszusetzen gebe. Nicht wirklich. Oder doch? Na, vielleicht sind die vielen Baustellen manchmal doch etwas nervig. Und der Verkehr. Aber sonst finde ich es in Ordnung. Die ganzen Touristen nerven mich nicht so sehr, wie sie manchen anderen Berlinern auf die Nerven gehen. Und die vielen Cafés und Kneipen in Mitte möchte ich auch nicht unbedingt missen.

Ich war zum Beispiel mit meiner Nachbarn von gegenüber in einem anderen Stadtteil von Berlin. Es ist nicht weit weg von Mitte, und hat trotzdem ein anders Gesicht. Meine Nachbarin wohnt schon seit 10 Jahren hier und kennt die Stadt ganz gut. Aber auch sie sagt, dass sie immer wieder was Neues an Berlin entdeckt, was sie überraschen kann. Auf jeden Fall hatte sie vorgeschlagen, dass wir beide zusammen was essen gehen. Ich habe natürlich JA gesagt und dann war es gestern soweit.

Wie gesagt, meine Nachbarin kennt sich hier ganz gut aus. Wir haben gestern am frühen Abend den Bus hier in Mitte genommen und sind nach Moabit gefahren. In knappen 10 Minuten waren schon da. Und es ist tatsächlich ganz anders dort. Mia hat mir dann ihre Lieblingsimbissbude gezeigt. Es ist ein arabischer Laden. Wenn man da reingeht, fühlt man sich sofort wie in einer anderen Welt! Als wären man in einem arabischen Land und nicht hier in Berlin!!! Wir haben dann da Schawarma gegessen. Es war echt lecker!!! Mit viel Sesamsoße! Und dann hat mir Mia noch was gezeigt, was ich noch nicht kannte- eine orientalische Konditorei. Da haben wir Baklava gegessen. Es hat mich umgehauen. Ich glaube, ich mache demnächst öfters man Ausflüge nach Moabit!!!

 
Großgrundbesitzer

Seit letztem Wochenende gehöre ich nun auch zu den Großgrundbesitzern und das aus heiterem Himmel. Ich stehe ja eigentlich nicht so sehr auf Überraschungen  und wenn möglich, dann versuche ich mein Leben durchzuplanen. Und dabei können einen Überraschungen schon mal einem Schnitt durch die Rechnung machen. Aber dieses mal habe ich mich echt gefreut. Obwohl Freude vielleicht auch nicht der passende Ausdruck ist!?
Es hat alles mit dem Tod eines Großonkels angefangen. Obwohl ich ihn gar nicht richtig kenne und wenn es hoch kommt zwei mal in meinem Leben gesehen habe, hat er mir tatsächlich ein Grundstück vermacht. Es liegt bei Rostock, ist fast 3 Hektor groß und keiner aus meiner Familie weiß wirklich, wo genau, wie es dort aussieht und was genau da drauf steht. Aber gut Land ist erstmal Land. Und angeblich soll wohl auch ein Fluss am Grundstück vorbeilaufen…auch noch ein Wassergrundstück…sehr nett!
Aber ich mache mir jetzt erstmal keine großen Hoffnungen, dass das mein mein neuer Lebensraum werden könnte. Zumal ich ja erst vor kurzem umgezogen bin und quasi von neuem angefangen habe. Dennoch bin ich gespannt, wie es dort aussieht und ob man was damit anfangen kann. Rein von der Entfernung her liegt es nicht ganz ideal, denn ich denke, dass man mindestens zwei Stunden Fahrzeit einplanen muss. Aber mal abwarten.
Ich werde mich in zwei Wochen mal auf den Weg machen und schauen, was so in meinen Besitz übergegangen ist. Gespannt bin ich jedenfalls ziemlich. Passiert einem ja nicht alle Tage und wer weiß…vielleicht finde ich ja dort noch ein paar Bodenschätze oder eine Ölquelle!?? Vielleicht aber auch nur eine Schaufel von 1960 und jede Menge Unkraut! Ich werde mich trotzdem freuen.

 

 
Hinspiel Mönchengladbach - Bochum
 

Gestern fand das erste Spiel der Relegation statt, in der der 16. der Fußball Bundesliga gegen den 3. der Zweiten Liga um den Aufstieg-bzw. Abstieg spielt. Dieses Jahr stehen sich Borussia Mönchengladbach und der Vfl Bochum gegenüber. Experten und Beobachter hatten ein kampfbetonte zähes Ringen prognostiziert, geprägt von individuellen Fehlern, die aufgrund des hohen Drucks, der auf beiden Mannschaften lastete, zu erwarten waren. Doch es kam anders.

Bereits nach 6 Minuten köpfte der Bochumer Verteidiger Yahia eine Ecke so gefährlich in den Gladbacher Winkel, dass der junge Torhüter der Rheinländer, Marc Andre ter Stegen bereits geschlagen war. Glücklicherweise für die Borussia erinnerte sich ihr Kapitän, Philipp Daems, an die Anweisungen seines E-Jugend Trainers bei Eckbällen immer beide Pfosten zu besetzen und entdeckte zeitgleich noch sein bis dato unerkannt gebliebenes Talent im Hochsprung. Daems sprang gefühlte 2 Meter hoch und köpfte Kugel unter die eigene Querlatte von wo sie ter Stegen in die Arme fiel. Schrecksekunde danach wiederum für die Gladbacher Anhänger. Der im Saisonfinale beste Borusse, Marco Reus, musste sich mehrmals an der Seitenlinie behandeln lassen, hielt jedoch bis zur 80. Minute tapfer durch. Es entwickelte sich also ein munteres, intensives Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Dante kam mehrmals frei im Bochumer Sechzehner zum Kopfball, konnte Torhüter Andreas Luthe aber ebenso wenig bezwingen wie der sehr emsige Mike Hanke, der im sehr gut aufgelegten Bochumer Schlussmann immer wieder seinen Meister fand. Bochum war vor allem durch Konter gefährlich, so durch einen Überfall von Maltritz oder einem gewaltigen Schuss von Dabrowski Mitte der zweiten Halbzeit.


Großes Kino dann in der Nachspielzeit. Zwanzig Sekunden nach Ablauf der angezeigten zwei Minuten, ließ Schiedsrichter Günter Perl noch einen Gladbacher Einwurf in der Näher des Bochumer Strafraums zu. Über Umwege (u.a. eine erneut glänzende Parade von Andreas Luthe) gelangte der Ball zum eingewechselten Igor de Camargo, der mit einem seitlichen Hackenstoß den Ball im Tor versenkte und den BorussiaPark in ein Tollhaus verwandelte. Riesenjubel bei den Gladbachern, Proteste, Wut und Unverständnis bei den Bochumern rund um Trainer Friedhelm Funkel brachen sich nun Bahn.

 
Bundesligafinale
 

Die Bundesligasaison nähert sich ihrem Finale. Die meisten Entscheidungen stehen noch aus. Borussia Dortmund scheint als Meister festzustehen, muss jedoch noch einige schwierige Hürden nehme, etwa in Mönchengladbach, das sich nach dem Rausschmiss von Michael Frontzeck und der Verpflichtung von Lucien Favre enorm verbessert hat. Ob es für die Fohlen aber noch zum Klassenerhalt reichen kann, bleibt mehr als fraglich, zu groß ist der Rückstand auf das rettende Ufer, zu schwach präsentierte man sich in den vergangenen Wochen und Monaten. Auf dem zweiten Tabellenplatz hadert Leverkusen mit sich selbst, ob es noch einmal eine Offensive auf die überragenden Dortmunder starten soll, oder sich darauf konzentrieren sollte dem Ruf als „Vizekusen“ gerecht zu werden und „nur“ den zweiten Tabellenplatz zu sichern. Diesen zweiten Tabellenplatz hätten die Bayern ums Verrecken gerne um die nervenaufreibende Champions League Qualifikation zu vermeiden. Doch selbst diese ist ihnen längst nicht sicher, präsentiert sich Hannover 96 in dieser Saison doch als hartnäckiger und extrem unangenehmer Widersacher. Mainz 05 und Nürnberg werden wohl das Rennen um den zweiten Euro League Startplatz unter sich ausmachen, eine Konstellation mit der vor dieser verrückten Saison niemand gerechnet hätte. Die ruhmreichen Traditionsvereine Hamburger SV, Werder Bremen und Vfb Stuttgart hingegen erleben eine Saison zum Vergessen. Chaotische Zustände wie in Hamburg, unerklärlich schwache Leistungen (Bremen) und mehrere Trainerwechsel in einer Saison (Stuttgart) erzürnen die Fans und ließen die drei Schwergewichte taumeln. Ein weiteres Schwergewicht im deutschen Fußball ist der Schalke 04 der eine der kuriosesten Jahre seine langen Geschichte erlebt. Vor der Saison als Titelkandidat gehandelt, fand an sich zu Beginn im Abstiegskampf wieder und in der Liga zumindest nie wirklich auf die Beine. Im Gegensatz dazu stehen die grandiosen Leistungen in der Champions League und die Finalteilnahme um den DFB Pokal gegen den MSV Duisburg.

 
April, April

 

Heute ist der erste April. Da muss man sich Scherze ausdenken. Viele Menschen, selbst die größten Sauertöpfe sind heute besonders lustig. Ob sie nun ihren Kollegen erschrecken oder die Haare der Nachbarskatze grün färben, anscheinend ist der 1. April der offizielle Feiertag der Humoristen. Nur Karneval spielt in der Hinsicht in der gleichen Liga, ist vielleicht sogar noch eine Spur ausgeprägter in puncto Humor auf Kommando. Büttenreden und die fürchterliche Karnevalsmusik von Bands wie den Bläckfööß oder De Höhner sind mir ein Graus. Gott sei Dank werden sie nicht auch noch am 1. April aus der Mottenkiste gezerrt um mir das Leben zu erschweren. Damit ihr mich nicht falsch versteht, ich bin durchaus keine Spaßbremse oder Miesepeter, nur bin ich gegen den organisierten Spaßvogelalarm der zweimal im Jahr die Republik heimsucht. Mir reichen schon die ständigen Attacken der Witzboldarmee um Mario Barth und Konsorten um auswandern zu wollen. Wieso Millionen Leute sich biegen vor Lachen wenn besagter Mario Barth zum zigtausendsten Mal erzählt, dass seine Freundin vierhundertdreiundsiebzig verschieden Paar Schuhe im Schrank hat, ist mir schleierhaft. Ebenso kann ich nur schlecht über Geschmacklosigkeiten à la Oliver Pocher oder Stephan Raab lachen, die sich grundsätzlich auf Kosten anderen Leute profilieren möchten.


In Frankreich werden am ersten April sogar extra falsche Schlagzeilen in den Zeitungen veröffentlicht, und die Leser müssen dann rausfinden welche Informationen korrekt und welche völliger Unsinn sind. Unter den einzelnen Zeitungen entsteht ein regelrechter Wettbewerb und manche Journalisten haben diesen Brauch so perfektioniert, dass selbst ihre Kollegen von anderen Zeitungen auf die Lügengeschichte hereinfallen und sie ihrerseits in ihrer Zeitung publizieren. Dies gilt als Ritterschlag für den ursprünglichen Erfinder des Lügengespinsts und bringt dem jeweiligen Journalisten eine Menge Ruhm und Ehre bzw. Schmach in den Redaktionen.

 
Blumenladenträume

Meine Freunde finden meine Blumenleidenschaft zwar schon interessant, doch auch sehr fraulich. Einige meiner Freunde haben zwar selbst ein Garten, jedoch würden sie daraus nicht so eine bunte Pflanzenwelt gestalten, sondern eher einfach nur pflanzen, der Frau zu liebe. Ich denke ein Punkt bei meinen Freunden ist, dass deren Frauen in Sachen Pflanzen und Einpflanzen immer nach meinem Rat fragen, egal, ob deren Ehemänner es auch wüssten. Nicht, dass das jetzt ein Streitpunkt zwischen uns Männerfreundschaften wäre, doch nagen tut das Thema schon manchmal.

Meine Frau hat mich letztens überrascht und mich zu einer Blumenausstellung mit genommen. Ich fand das erst ja etwas kitschig, doch als wir vor Ort waren, fand ich das berauschend schön. Die vielen verschiedenen Dekorationsideen, die sie mit Planzen und auch gerade mit Schnittblumen vorstellten, das hat mich sehr beeindruckt. Ab dem Zeitpunkt träumte ich wieder von einem eigenen kleinen Blumenladen. Ich würde ihn diesmal auch anders gestalten, als es früher so Mode war. Diesmal würde ich mehr Design in den Laden bringen. Damit meine ich, dass der Laden moderner, edler gestaltet wird, damit das Ambiente jeden zum gemütlichen Rumstöbern insperieren lässt. Alles sollte weiß sein, so dass die Farben der zu verkaufenden Planzen im Vordergrund stehen. Die Decke und Teile des Designs sollten aus dunklem Holz entstehen, so dass diese die Wärme und Ruhe ausstrahlen. Am liebsten wäre mir auch ein Blumenladen, den ich mit meiner Frau leiten könnte, denn ich mag keine Angestellten, da ich denen mit der Zeit immer weniger vertraue. Entweder kommen sie andauernd zu spät oder zerrupfen die Schnittblumen so, dass sie kaum zu verkaufen sind. Gut, es werden nicht alle so sein. Doch es ist heutzutage nicht leicht, einen guten Mitarbeiter zu finden.

 
Blumenfreude zum Frühlingsanfang

Als gelernter Gärtner pocht mein Herz immer zum Jahreszeitenwechsel, da dann für mich die schönsten Pflanzen blühen. Bald haben wir den Frühlingsanfang und ich bin jetzt schon am Überlegen, welche Blumen ich dieses Jahr im Garten pflanzen möchte. Die kleineren Beete in meinem Garten kann ich beliebig umgestalten. Bei den anderen Beeten hängen Rododendron und verschieden Fruchtbäume wie Kirsche, Pflaume, Apfel, Birne. Die kann man nicht oft umpflanzen bzw. finde ich, dass man diese Beete nie umgestalten sollte. Bis ein Baum Früchte tragen kann dauert es Jahre. Die kleinere Beeten werde ich dieses Jahr sehr bunt gestalten, habe ich mir vorgenommen. So werde ich Blausterne, Duftveilchen, Osterblumen, Stiefmütterchen  und Tulpen pflanzen. Krokusse und Schneeglöckchen gedeihen jedes Jahr allein aufs Neue. Da brauche ich mir kaum Mühe machen.

Das einzige, was ich nicht so leiden kann, sind die grünen Pflanzen, die meist an Zimmerfenstern stehen und vor sich hin stauben. Klingt vielleicht für viele verrückt, wenn ich so ein leidenschaftlicher Gärtner bin, jedoch kein Befürworter für Zimmerpflanzen.

Ich bin der Meinung, dass Pflanzen in geschlossenen Räumen nichts verloren haben. Selbst in einem Botanischen Garten würde ich mir nicht die exotischen Exemplare anschauen, weil ich der Meinung bin, dass sie in Ländern, in denen sie gar nicht wachsen könnten, nichts verloren hätten. Nur für wissenschaftliche Zwecke sollten exotische Pflanzen entdeckt werden. Denn andererseits finde ich es auch unverantwortlich, wenn solch exotische Einzelstücke im Gewächshaus stehen und von Menschen bewundert werden, die vielleicht noch Bazillen oder ähnliche Krankheiten auf die Pflanzen atmen. Ich weiß nicht, ich bin da bestimmt sehr eigen mit meiner Vorstellung. Doch mir geht es nunmal darum, dass einheimische Pflanzen auch mit Freude gedeihen.

 
Und noch ein Bier

Oh, schon fast März. Also die Zeit rast wirklich schnell. Ich möchte gar nicht mehr zurück und bei einem Telefonat mit meinen Eltern habe ich auch schon angedeutet das es mir sehr gut hier in Berlin gefällt und ich eigentlich nur ungern wieder Heim kommen möchte. Papa konnte es sehr gut verstehen und hatte sich auch schon so etwas gedacht, aber Mama war natürlich sehr traurig und möchte eigentlich am liebsten das ich sofort wieder nach Hause ziehen würde. 

Mit Rainer war ich neulich auch mal Abends etwas trinken. Er hat mir einige Bars in Berlin gezeigt. Da waren auch ein paar schräge Sachen dabei wie zum Beispiel das Kumpelnest. Er war da auch erst 2 Mal oder so. Ein Freund von ihm hatte ihn den Laden gezeigt und er dann mir. Ich fand es schon ganz lustig, aber die Leute dort sind mir einfach viel zu verrückt drauf! 

Wir waren auch im Kreuzkeller. Das ist eine Fussballkneipe mitten in Kreuzberg. Ich fand die Stimmung dort recht angenehm. Auch wenn dort viele Fussballfans sind und man nicht unbedingt während eines Hertha Spiels dort aufkreuzen sollte, war es eine sehr nette Bar. Die Leute sind sehr freundlich gewesen und die Preise auch recht human. Da werde ich bestimmt noch einmal vorbei schauen. Aber bestimmt nicht wenn die Bundesliga läuft. Grölende Hertha Fans sind nicht gerade mein Fall. Ich mag das schon nicht in der U-Bahn, wenn sie alle vom Olympiastadium nach Hause fahren. Schrecklich! Zum Glück habe ich auch noch ein Auto und kann dem ausweichen :D

Am Freitag wollen wir mal wieder etwas trinken gehen. Aber dann kommt Regine mit. Ich bin schon sher gespannt aud den Abend!

 
Betriebsfeier óle

Nicht nur Berlin, auch die Firma hab ich inzwischen richtig ins Herz geschlossen. Die zeit hier rast nur so vor sich hin, da wird mir ganz schwindelig. Ich habe jetzt schon Angst dass das Jahr bald vorbei sein könnte. Aber wenn alles so gut weiter läuft wie gerade, dann wollen Sie mich bestimmt hierbehalten. Da würde ich aber nicht lange überlegen müssen bei dem Angebot.

Letzte Woche gab es eine Betriebsfeier anlässlich eines äußerst lukrativen Deals für den wir den Zuschlafg bekommen haben. Unser Chef wollte sich erkenntlich zeigen und hat extra einen Raum in einem schicken Restaurant angemietet. Ganz zwanglos war ein rtiesiges Büffet aufgebaut an dem man sich bedienen konnte, und es standen überall kleine Tische und Sofas herum. Das hat es natürlich erleichtert, nicht immer nur mit den gleichen zu reden, sodnernm auch mal mit andern ins Gespräch zu kommen. MIt einem Arbeitskollegen zum Beispiel, dem Rainer hatte ich noch kein Wort gewechselt bisher, weil er in einem andern Stockwerk sein Büro hat und er immer später Mittagessen geht, so leicht kann man sich verpassen. Jetzt haben wir uns aber am Büffet getroffen, erst über Scampis und dann über Gott und die Welt geredet. Wir haben uns sofort richtig gut verstanden, fürs Wochenende sind wir zum Squash Spielen verabredet.

Als ich irgendwann an dem Abend vor der Tür eine Zigarette rauchen gegangen bin, hat sich gleich die nächste Bekanntschaft ergeben: Regine aus der Buchhaltung. Dass Buchhalter langweilig sind, muss ich also jetzt als unwahres Klischee abtun, langweilig ist sie beim besten Willen nicht.Viel eher ungemein spannend und hübsch noch dazu. Ich weiß ja, eine Liebe im Büro kann nicht gut gehen, deswegen halte ich mich da lieber zurück. Aber rauchen gehen werde ich ab jetzt schon öfter, in der hoffnung sie wieder zu sehen..

 
Emails mit Mama

Jetzt ist schon fast ein Monat um und ich bin immer noch extrem fasziniert von der Stadt. In Mitte kenne ich mich mittlerweile bestens aus und ich habe schon einige nette Restaurants und Bars ausfindig gemacht. Leider sind mir die anderen Bezirke noch etwas fremd, deshalb werde ich mich am Wochenende mal auf eine kleine Städte Tour begeben. Ich würde gerne mir Charlottenburg mit dem Schloss und Schöneberg besser kennenlernen. Dort soll es auch sehr schön sein. ich finde es toll, dass jeder Bezirk sein eigenes Flair hat und total anders aber toll ist. So etwas gibt es bei uns nicht. Alles ist gleich. Stink langweilig!

Email, Bildquellenangabe: 	Gerd Altmann / pixelio.de
Meine Vater hat mir neulich erzählt, dass meine Mutter immer noch versucht sich am Computer zu versuchen. Sie ist sogar recht gut geworden und mittlerweile schreibe ich ab und zu ein paar Emails mit ihr. Glaubt mir, vor einem Jahr hätte ich das niemals geglaubt. Si eist total schlecht sobald es um das bedienen von technischen Sachen geht. Das sie ihr Handy bedienen kann, dauerte tatsächlich bestimmt 3 Jahre. Und selbst jetzt happert es noch bei einigen Sachen. Sobald etwas verstellt ist oder ihr nicht geheuer ist, ruft sie mich an und sagt das ihr Handy oder was auch immer kaputt ist. Ich sage ihr immer, dass sie einfach nur etwas verstellt hat und es mir zeigen soll. Naja. Mittlerweile geht es ja nicht mehr, aber sie wird schon jemand anderes finden der ihr helfen kann. Zum Glück sind ihre Freunde besser in Sachen Technik und erklären ihr von Zeit zu Zeit auch etwas. Jetzt lernt sie einen PC zu bedienen und wenn sie so weiter ehrgeizig lernt, könnte sie sogar irgendwann mal mit mir skypen.

So, jetzt schaue ich mal auf immonet.de, ob es auch nette Wohnungen in Schöneberg gibt. Vielleicht zieh ich noch einmal um Wink.

 
Neu in der Stadt

So ich bin nun schon seit einer Woche in Berlin. Mir gefällt es wirklich sehr gut und die Arbeit macht mir hier auch großen Spaß. Alle sind sehr nett in der Firma und haben schon auf mich gewartet. Mir gefällt es wirklich sehr, trotzdem vermisse ich mein zu Hause etwas. Aber nur etwas! Meine Eltern rufen mich jeden Tag an und fragen wie es mir geht, ob ich genug zu essen habe und so weiter. Schon nervig, aber ich kann sie ja auch etwas verstehen. Wenn ich Kinder hätte und sie wären für ein Jahr weg, würde ich mir bestimmt auch Sorgen machen, aber trotzdem. Ich bin erwachsen und kein kleines Kind mehr. Sie könnten mir so langsam vertrauen und wissen doch, dass sie sich eigentlich keine Sorgen um mich zu machen brauchen.

Heute war es sehr aufregend auf de Arbeit. ich lerne immer mehr Kollegen kennen und sie sind alle sehr nett. Mit einigen bin ich sogar für morgen Abend verabredet. Wir gehen in eine Bar und werden ein paar Bier trinken. ich bin schon sehr gespannt. Da ich ja sonst niemanden hier kenne, ist es eine gute Gelegenheit ein paar Kontakte zu knüpfen oder die Stadt kennenzulernen. Bis jetzt bin ich immer nur alleine durch die Stadt gewandert nachdem ich Feierabend hatte und habe die Stadt erkundet. es ist wirklich riesig hier. Ich weis gar nicht wo ich anfangen soll. Gut das ich im Zentrum wohne, so kann ich einfach etwas hin und her spazieren und lerne so viele neue Sachen kennen.

Demnächst möchte ich aber auch mal in andere Stadtteile gehen. ich möchte wirklich alles hier kennenlernen und nicht nur Berlin Mitte.

 
Silvester

So alle Sachen sind gepackt und morgen werde ich losfahren.Ich hoffe, ich habe nichts vergessen, aber falls, ist es auch nicht schlimm. So habe ich einen Grund mehr meine Eltern zu besuchen. Ich habe auch schon mit meinem Chef in Berlin telefoniert und ich soll gleich am Montag nach Silvester um 10 Uhr anfangen. Ich bin schon sehr gespannt und freue mich auf dieses Tapetenwechsel. Da ich an Silvesterabend ankommen werde und noch keine kenne, Bin ich schon gespannt, was ich Silvester machen werde. Ich habe absolut keine Vorstellung und werde mich einfach mal treiben lassen. Bestimmt werden viele Bars Silvester feiern und eine werde ich mir einfach mal aussuchen.

Auch über das Brandenburger Tor habe ich schon viel gesehen und gehört. Es wird ja jedes Jahr live im Fernsehen übertragen. Es sieht schon recht spektakulär aus, aber mir wäre es zu kalt, den ganzen Abend dort rumzustehen. Da würden meine Füße einfrieren. Außerdem ist es mir zu eng! Aber schön sieht es schon aus. Naja vielleicht schaue ich dort auch einmal vorbei. Es kostet ja nichts und es bringt mich bestimmt in Silvester Laune.
Sylvester, Bildquellenangabe: Siegfried Fries / pixelio.de

Das Weihnachtsfest grenzte eher an einen Leichenschmaus dieses Jahr. Mama hat nur Trübsal geblasen und Papa konnte ihre traurige Laune nicht aushalten, dass er sich ins Wohnzimmer verzogen hat. Ich bin doch kein kleines Kind mehr. Meine Mutter macht sich zu viele Sorgen. Dauernd fragt sie mich, ob ich denn auch wirklich alles eingepackt hätte und auch wüsste wie ich zu meiner Wohnung fahren muss. Außerdem hat sie Angst, dass ich vom Fleisch falle im kommenden Jahr, denn in Berlin gibt es nichts vernünftiges zu Essen. Damit meint sie wohl ihre Kochkunst. Sie übertreibt maßlos und mir war das auch recht schnell einfach zu viel.

 
Berlin rückt näher

Jetzt ist es bald soweit. ich ziehe um nach Berlin. Eine Wohnung habe ich schon, denn die Firma stellt mir eine sehr großzügige Wohnung in Mitte zur Verfügung. Ich möchte nicht wissen, wieviel sie eigentlich kosten würde. Da ich sie nicht bezahlen muss, kann ich einiges an Geld sparen. Das lege ich mir aber beiseite, denn man weis ja nie wann man mal Geld braucht. Vielleicht baue ich mir in 5 Jahren mein eigenes Haus und brauche eine Anzahlung für den Kredit. Oder mein Auto geht kaputt. Naja sicher ist sicher. Ich muss mein schwer verdientes Geld auch nicht sinnlos hinaus werfen. Das ist einfach nicht meine Art.

Berlin, Bildquellenangabe: Kerstin Schmidt / pixelio.de
In der neuen Wohnung in Berlin bin ich neulich mal hingefahren. Es sieht alles sehr schick aus und das gute ist, sie ist bereits möbliert. ich muss also wirklich nur mein Zeug mitnehmen und gut ist. Das ist echt praktisch. Anscheinend gibt es mehrere, die ab und zu Mal nach Berlin für die Firma ziehen müssen. In meiner Abteilung bin ich aber bisher der Erste und deshalb habe ich noch recht wenig vom dortigen Firmensitz und den Kollegen gehört. Aber ich denke mal, dass dort auch alle sehr nett sind.

Ich werde mir einen Transport hier leihen und damit meinem Krempel nach Berlin fahren. Dort muss ich dann leider alles alleine in mein neues Heim tragen, aber das wird schon gehen. ich nehme ja nicht alles mit, sondern nur Dinge, die ich auch wirklich benötige. Es ist ja nur 1 Jahr.

Mama ist schon ganz traurig und benimmt sich so, als ob es der Weltuntergang ist. ich bin doch nicht aus der Welt und werde auch öfters zu Hause vorbeischauen.

 
Es Weihnachtet schon

So draussen ist es immer noch nicht ganz so weihnachtlich, dafür aber bei mir zu Hause. Ich habe mir einen Adventskranz gestern auf dem Markt besorgt und habe auch schon einige bunter Lichter auf gehangen. Ich wies nicht wirklich ob das alles sinnvoll war, denn ich muss in 3 Wochen alles wieder abmachen, da ich leider noch vor Weihnachten umziehen muss. Da ich am 1. Januar im Hauptsitz in der Firma für die ich arbeite, anfangen werde, möchte ich natürlich vorher schon umgezogen sein und wenigstens die Kisten ausgepackt haben.

Meine Eltern freuen sich natürlich überhaupt nicht darüber, aber was soll ich machen? Ich kann es mir ja nicht aussuchen. Entweder ich ziehe für 1 Jahr nach Berlin oder ich kann mir einen neuen Job suchen. Und da die Arbeitslage bei uns inIgel auch nicht gerade rosig ist, könnte es passieren, dass ich sowie so landesweit suchen müsste. Und wer weis, wo ich dann lande. Da nehme ich lieber 1 Jahr in Berlin auf mich. Und sein wir mal ehrlich, Berlin ist nicht gerade der allerschlimmste Ort. Irgendwie freue ich mich sogar etwas und kann es kaum abwarten das Berliner Nachtleben zu erkunden.
Bildquellenangabe: Marcel Klinger / pixelio.de

Meine Mutter hat geteilte Gefühle darüber das ich wegziehe. Einerseits freut sie sich, dass sie durch mich am Computer das Kommunizieren über das Internet üben kann, aber sie möchte natürlich nicht das ich so weit wehziehe, außerdem hat sie Angst, dass ihr erwachsener Sohn im Alter von fast 30 Jahren nichts vernünftiges zu essen bekommt und ganz mager wird. Von den möglichen Verkehrsunfällen gar nicht erst zu reden.... Eltern, oder besonders Mütter übertreiben maßlos!

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